Dr. med. Martin Gattermann - Patient? Dumm gelaufen !
       Home       Rezensionen       Kontakt       Buchbestellung       Impressum     

Kranksein und Gesundwerden in einem kranken Gesundheitssystem. Ein bißchen Sozialismus, Verzagtheit, Angepaßtheit und ganz viel Bürokratie und Gängelung vergällen  Kranken und Schwachen, aber auch ihren Ärzten das Miteinander.

Ein Hausarzt plaudert aus dem Nähkästchen und erklärt die heutige Kassenmedzin. Was Sie sich oder  Ihren Arzt schon immer fragen wollten, sich bislang aber nicht trauten. Oder: Das Absurde hat Methode!

Patient? Dumm gelaufen!

will helfen, daß es für die Patienten wieder besser läuft! Es enthält einen konkreten Vorschlag, zukünftig die Wartelistenmedizin und die Landflucht vor allem junger Ärzte zu verhindern und "10 hausärztlichen Bitten" zum Herauskopieren, mit deren Beachtung Patienten im bestehenden System ihrem Hausarzt helfen und sich selbst Nutzen bringen können.

Dr. med. Martin Gattermann, geboren 1953 in Karlsruhe, ist seit 1983 Arzt und ließ sich 1991 mit seiner Frau als Kassenarzt (Allgemein- und Badearzt) in St. Peter-Ording nieder. Etliche seiner bisher überwiegend in der Standespresse erschienenen Artikel sind unter www.Aerzte-im-Widerstan.de einzusehen.

Er ist auch Autor des Buches "Medizin mit Menschlichkeit", das 2008 bei infolab GmbH, Erlangen  (ISBN  978-3-9803953-3-5) erschienen ist.



Dieses Buch folgt einem ersten, das sich direkt mit einer Leitfigur zeitgenössischer Gesundheitspolitik, mit Prof. Lauterbach, auseinandersetzte (Medizin mit Menschlichkeit, Erlangen 2008). Das neue Buch versucht, den Blick für die täglichen Ungereimtheiten und Gemeinheiten im medizinischen Alltag zu schärfen, aber auch das fundamentale Zerstörungswerk, dem sich eine menschliche Medizin mit ihren Arzt frei wählenden Patienten und einem weisungsungebundenen Arzt ausgeliefert sieht. Patient und Arzt sind natürliche Verbündete: Das Bewußtsein dafür zu stärken und Mut zum Widerstand zu machen, wird mit diesem Buch versucht.

Widerstand gegen die zunehmende Staatsmedizin ist bereits heute das Anliegen Vieler, die die gleiche Sorge teilen und die gegen massive Suppressionen des Arzt-Berufs, die den Ärzten von außen aufgezwungen werden, aufbegehren.  Profunde Mitstreiter werden in einem kurzen Beitrag ihre Perspektiven veranschaulichen. Es sind sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, die eine breit gestreute, hartnäckige und zunehmend auch von einer großen Öffentlichkeit immer mehr wahrgenommene Aufklärungsarbeit leisten und ihren Protest prominent artikulieren:

  • Dr. Klaus Bittmann ist der Vater der Ärztegenossenschaften, die sich mittlerweile in der gesamten Republik gegründet haben und in der in vielen Bezirken weit über die Hälfte aller Kassenärzte parallelorganisiert sind
  • Dr. Axel Brunngraber ist ein kluger, manchmal auch gewiefter, humorvoller und oft regelrecht witziger Querdenker, der mit seinem Kampf um den Erhalt der freien Arztpraxis gladiatorenhaft als großartiger und mutiger Redner regelmäßig die Vollversammlung des Deutschen Ärztetages in seinen Bann zieht
  • Martin Grauduszus ist mit seiner Idee einer bundesweiten Vernetzung der Ärztinnen und Ärzte, die die freie Arztpraxis als unvermeidliches Fundament einer menschlichen Medizin erkannt haben und verteidigen, äußerst erfolgreich und wirksam geworden
  • Frau Dr. Silke Lüder ist die exponierteste Protagonistin der Bekämpfung der E-Card und große Rednerin auf bundesweit spektakulären Demonstrationen, und nicht zuletzt
  • Dr. Robert Wysocki, ein intellektuell kritischer und in seiner Ärztlichkeit durch und durch integrer Internist, der für die und an der Kassenmedizin in ihrem Verfall leidet und durch sein eher leises Wort im Kollegenkreis hochgeschätzt ist und gerade auch bei den Jüngeren ein dankbares Gehör findet.

Den häufigsten und meist auch den ersten Kontakt mit dem Gesundheitswesen hat ein Kranker über seinem Hausarzt. Deshalb muß sich ein Buch, das den Wahnsinn unseres Gesundheitswesens aufzeigen will, mit diesen beiden besonders beschäftigen. Durch seinen Eintritt in die ärztliche Behandlung wird der Kranke zum Patienten.

Der erste Kontakt also zwischen beiden, der stattfindet, ist überlagert von allerlei Hemmnissen, lange bevor sich die beiden Menschen Patient und Arzt überhaupt gegenüberstehen. Da gibt es die Zeitungsartikel über nötigenden oder gar erpresserischen Umgang mit Patienten seitens der Ärzte, über ihre Bestechlichkeit durch die pharmazeutische Industrie, über ihre parteipolitische Befangenheit, da gibt auch zahlreiche Informationen über die völlig unzulängliche Bezahlung der Ärzte, über Behandlungsfehler, über ein völlig überteuertes und trotzdem zunehmend leistungsschächer werdendes Gesundheitssystem, über eine gigantische Datensammelwut und diverse Datenpannen, über einen großen MedikamentenWirrwarr und die allgemeine Erkenntnis, daß dieses Gesundheitssystem für den Einzelnen immer teurer wird und gleichzeitig immer weniger leistet. Alles das kann Kopf und Herz des Patienten belasten, wenn er, weil er krank ist oder sich krank fühlt, eine Praxis betritt. Wir sprechen dabei nicht von irgendwelchen Rankinglisten, die ein normaler Patient nur im Ausnahmefall zu Rate zieht, nicht von den vielen Ansätzen der Medizin, zu einem "werbenden" Wirtschaftszweig zu werden und sich von einer Bedarfs- zu einer Bedarfsweckungs-Medizin zu wandeln, und nicht über die Regenbogenpresse, die in einem ständigen Auf und Ab Medizin-Menschen und -Methoden hochlobt oder anprangert. Sondern von dem normalen Menschen, der sich krank fühlt und seinen Arzt konsultieren muß. Seine Informationsquellen sind meist persönliche Kenntnis des Arztes oder Empfehlung aus dem Bekannten- und  Verwandtenkreis. Ist er fremd, beispielsweise Urlauber, wird er vielleicht seinen Zimmerwirt gefragt haben oder eine zufällige Wahl aus einem Tourismusverzeichnis seines Urlaubsort getroffen haben. Er nutzt also auf neudeutsch die Netzwerke, die ihm schon seit vielen Jahren zu Gebote stehen und mit denen die Menschen bislang gut gefahren sind.

Seit eineinhalb Jahrzehnten demontieren Politik und veröffentlichte Meinung, nur sehr unzureichend durch die ärztliche Standespolitik widersprochen, einen Vernichtungskrieg gegen die wesentlichen Wurzeln ärztlicher Wirksamkeit: Verantwortung und Vertrauen. Die Verantwortung wird in einer Zersplitterung von Zuständigkeit und behaupteter unzureichender Kompetenz auf viele Schultern verteilt, und fast alles über die Ärzte Gesagte ist dazu angetan, Vertrauen zu zerstören.

Leider haben sich auch schon viele Ärzte negativ in dieser Reduktion ärztlichen Wirkens als Dienstleistung oder "Leistungserbringung", wie man das heutzutage nennt, eingerichtet. Auch Patienten werden zunehmend weniger arzt- und therapietreu. Dieses Buch versucht, die Entwicklung dahin aufzuzeigen und sie rückgängig zu machen. Es versucht zu erklären, so daß Patienten und Ärzte wieder Vertrauen finden können. Daß dies dabei nicht mit kleinen Reparaturen, aber auch nicht mit einer "Jahrhundert-Gesundheitsreform", wie selbst kleine Reförmchen gerne heißen, gelingen kann, will der Autor klarmachen. Er zeigt aber Wege, eine Wartelisten- und hausärztliche Landflucht-Medizin zu überwinden. Weder das Sterben der Hausarztpraxen besonders auf dem flachen Land noch die unerträglichen und unverantwortbaren Wartelisten bei Fachärzten sind naturgegeben, sondern letztlich politisch gewollt.

Martin Gattermann sieht in dieser Umkehr sein zentrales Ziel: Patienten müssen wieder gern zu ihrem Arzt gehen können, und Ärzte sollen wieder Freude an ihrem Beruf bekommen.

Inhaltsangabe von "Patient? Dumm gelaufen!"

Vorbemerkungen

Sehr geehrte Patienten!
Liebe Kollegen!

In der Praxis

Die erste Frage: "Privat" oder "Kasse"?
Die Krankenkassengebühr,
und wie man sie "einsparen" kann.
Der Quartalsspringer
Wenn ich schon einmal hier bin
Ärzte-Hopper
Gesundheits-Check
Warum Hausarztfunktionen ohne "Praxis"gebühr?
Überweisung von Arzt zu Arzt
Wenn ein Arzt auffällig wird
Wie reich sind Ärzte?
Medikamentenbudget: Die Kasse aber sagt …
Tragisch und kompliziert genug?
Heilmittelbudget: Die Kasse aber sagt …
Ich habe schon lange keine Massagen mehr in Anspruch genommen,
Sie dürfen mir ruhig alles verordnen,
Wieviel verdient mein Hausarzt eigentlich an mir?

Das kranke System

Chronisch krank (1): Was es für den Arzt bedeutet.
Chronisch krank (2): Was es für die Krankenkasse bedeutet.
Das Eiderstedter Manifest
Chronisch krank (3): Was es im Jahre 2009 bedeutet.
Aus dem Nähkästchen geplaudert 
Die Rabattverträge
Der Sozialismus
Der Basistarif der privaten Krankenkassen
Aber auch beim Kassenarzt … 
Ein Baustein realsozialistischer Medizinversorgung
Die Verknappung ärztlicher Leistung
Und wie einfach sie zu beseitigen wäre!
Endlich zwölf Jahre alt,
Die jungen Mütter
Hausarzt und Sterben
Die Verantwortung für das Wartezimmer
Die Regelleistungsvolumina
Absurdistan Kassenmedizin (1): Patientenleid
Absurdistan Kassenmedizin (2): Ärzteleid
Staatsmedizin
… führt gewollt zur Verknappung
Subventionsmedizin ( -> Leseprobe )
Überwachungsstaatlichkeit

Ausblick

Eine Diktatur der Bonzen
Die zehn hausärztlichen Bitten
Freiheit von Budgets und Vergütung nach Qualifikation
Ideologie der Freiberuflichkeit
"Freiberuflichkeit ist kein Selbstzweck, sondern ein Privileg des Patienten,
Wartelisten beim Facharzt
Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Wie geht es weiter?

Gastbeiträge

Ärztegenossenschaft – für wen? Ernstes Thema oder ein Stück aus der Anstalt? (Klaus Bittmann)
Der Arzt am Pranger (Axel Brunngraber)
Warum es die Freie Ärzteschaft geben muß (Martin Grauduszus)
Freiheit statt Angst (Silke Lüder)
Warum die freie Arztpraxis keine Zukunft mehr hat (Robert Wysocki)

Anhang

Danke
Lebensläufe der Gastautoren
Abkürzungsverzeichnis
Informationsblätter und Vorlagen
Information zur Praxisgebühr: "Liebe Patienten"
Brief an das Gesundheitsministerium
10 hausärztliche Bitten
Premiumpatienten
Leseprobe:

Subventionsmedizin (Seite 109f.)

Die mindestens gleich große Bedrohung für den Fortbestand einer von freier Arztwahl und freiberuflichem Engagement geprägten traditionellen Medizinlandschaft sind alle die Programme und Progrämmchen, die oft genug neben der allgemeinen „Verbesserung der medizinischen Versorgung“ die Rettung der vor Ort niedergelassenen Medizin versprechen. Doch wo kommt dieses Geld dafür, das sonst allenthalten fehlt, her? Ob es Modelle nach dem § 16b des Sozialgesetzbuches Band V sind – Gelder für den fachärztlichen Verzahnungsbereich zwischen Klinik und Praxis, die zuvor aus dem Gesamtbudget entnommen worden sind -, mit denen inzwischen schon weit mehr als nur die „hochspezialisierte Medizin“ finanziert wird, oder Projekte wie „Gesundheitsregion Nord“, in der eine Region medizinische Verzahnung zu üben gelobt: Überall werden –zum Teil externe – Fördergelder „verbraten“, Steuergelder letztlich von jedem Einzelnen von uns, während sie das Sterben des Kern der ambulanten Versorgung nicht verhindern können, eher beschleunigen.

Dies ist der Zynismus: Dem freiberuflichen Arzt, dessen Rotation um die eigene Achse immer mehr beschleunigt wird und der mit ständig rückläufigen Einnahmen nicht nur kämpfen muß, sondern sein wirtschaftliches Scheitern vor Augen hat, umstrahlen allenthalben Flyer und Programmtagungen, die laut genug angepriesen werden, damit man sein Stöhnen überhört.

Speziell Kreiskrankenhäuser bauen oft kliniknahe Medizinische Versorgungszentren auf (sogenannte Portal-MVZ, weil sie in Wirklichkeit die Eintrittspforte für das Krankenhaus darstellen), in dem sie mit einer „öffentlichen“ Kriegskasse, zumindest aber mit einem durch die öffentliche Hand gebürgten Kreditrahmen, Niedergelassenen Aufkaufpreise bieten können, denen sie nicht widerstehen können. Und zwar deshalb konkurrenzlos anbieten können, weil zuvor in etwa einem Jahrzehnt die ambulanten freiberufliche Medizin derart beschädigt worden ist, daß selbst eine gutgehende Praxis derzeit außerhalb dieses Aufkäufertums unverkäuflich ist. Halten wir fest: Eine durch die Politik klar gewollte Verschiebung der Kompetenzen in der gesamten medizinischen Versorgung ist eine Staatsmedizin, wurde binnen weniger als einem Jahrzehnten recht lautlos installiert, bereitet den Boden dafür, daß kapitalstarke Investoren und Klinikketten, die oftmals von politischen Entscheidungsträgern hofiert werden und diese hofieren, die Reste aufkaufen und nach eigenem Gusto „verwerten“ können. Opfer sind die Patienten, die sich ihren Arzt oft für eine vieljährige Beziehung selbst aussuchen wollen, und ihre Ärzte, die in den Konkurs gehen oder, nach Jahren und Jahrzehnten, sich als weisungsgebundene angestellte Ärzte wiederfinden.

IMPRESSUM

Verantwortlich und Inhaber der Domains www.patientdummgelaufen.de und www.patient-dumm-gelaufen.de ist

Dr. med. Martin Gattermann
Böhler Landstraße 5,
D-25826 St. Peter-Ording
Tel.: 0 48 63 - 3 3 2 0
Fax: 0 48 63 - 3 4 5 0
E-Mail: info@dr-gattermann.de

Berufsbezeichnung:
Facharzt für Allgemeinmedizin
( verliehen durch die Bundesrepublik Deutschland )


Zuständige Kammer:
Landesärztekammer Schleswig-Holstein
Bismarckallee 8 -12
23795 Bad Segeberg

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein
Bismarckallee 1-6
23795 Bad Segeberg


Berufsrechtliche Regelungen:
Heilberufegesetz des Landes Schleswig-Holstein und Berufsordnung der Landesärztekammer von Schleswig-Holstein



Urheberrecht
Die Veröffentlichungen auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Vervielfältigung, Bearbeitung und jede Art der Verwertung ausserhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung von Dr. med. Martin Gattermann.


Haftung für Links
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Auf verschiedenen Seiten dieser Homepage befinden sich Links zu anderen Seiten im Internet. Für alle diese Links gilt: Wir stellen hier ausdrücklich fest, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der verlinkten Seiten haben. Deshalb distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seiten auf dieser Homepage und machen uns ihre Inhalte nicht zueigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Homepage angebrachten Links. Wir tragen keine Verantwortung dafür, wie die hier zur Verfügung gestellten Informationen genutzt werden.


Datenschutzerklärung
Ihre browsertyp- und -versionsabhängigen Daten, das verwendete Betriebssystem, die Referrer URL und der Hostname werden zur Serverstatistik automatisch erfasst, aber von uns nicht ausgewertet. Diese Speicherung könnte lediglich internen systembezogenen und statistischen Zwecken dienen. Weitergehende personenbezogene Daten werden nur bei freiwilliger Registrierung oder Angabe z.B. im Rahmen einer Anfrage über eMail erfasst. Eine Zuordnung, Zusammenführung oder Weitergabe der Daten findet nicht statt. Soweit sie persönliche Daten zur Verfügung gestellt haben, werden diese nicht gespeichert oder an Dritte weitergereicht und dienen nur zu der sonst auch üblichen Beantwortung ihrer Anfrage. Wenn Sie Fragen zur Behandlung Ihrer Daten haben, können Sie jederzeit über Telefon oder per Post mit uns in Kontakt treten.